Die Nacht der Lichter anders – 28.11.2020

«Nacht der Lichter» an 23 Orten gleichzeitig

Die «Nacht der Lichter» ist für viele der traditionelle Adventsauftakt – auch in diesem Jahr. Und so trafen sich am Samstagabend rund 1000 Jugendliche und junge Erwachsene zum gemeinsamen Gebet. Allerdings mit Abstand. Statt wie sonst im St.Galler Dom und in der Stadtkirche St.Laurenzen fand die «Nacht der Lichter» gleichzeitig an 23 Orten statt: mit maximal 50 Teilnehmenden, Kerzenlicht, Stille, Gebet und Musik. Aus dem Dom gab es einen Livestream und im Stadion Espenmoos Kerzenlicht und Stille unter freiem Himmel. In zahlreichen Kirchen der Ostschweiz wurden Kerzen entzündet. In Degersheim ging es in den Wald und in Appenzell fand ein Fackelmarsch statt. «Wir freuen uns, dass sich so viele von der Idee dieser anderen Form der Nacht der Lichter anstecken liessen“, sagt Linus Brändle, OK-Chef und Leiter der Fachstelle kirchliche Jugendarbeit des Bistums. „Wir feierten zwar mit Abstand, doch spürten wir die Verbundenheit im Gebet“. Einziger Wehmutstropfen: Man durfte nicht singen. Und so hofft Brändle, dass möglichst bald wieder alle gemeinsam anstimmen dürfen

Hier können Sie die Nacht der Lichter anders noch einnal auf sich wirken lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=kz7XgDvZsTo

 

Beitrag Radio Live Channel

Am 23. Oktober 2020 wurde auf Radio Live Channel ein Beitrag zur Nacht der Lichter anders publiziert. Zum Reinhören hier

Beitrag Radio Live Channel

Kerzen, Lieder und Stille in der Spiritualität von Taizé – 11. Nacht der Lichter.

Beitrag TVO 2016

 

Die Nacht der Lichter ist ein Event bei dem Teilnehmer von jung bis alt, den Adventszauber auf eine ganz neue Weise zu spüren bekommen.

Gegen Abend waren grosse Gruppen von jungen Menschen mit Fackeln auf einem Sternmarsch unterwegs in den Stiftsbezirk. Langsam füllte sich der Klosterplatz – und von dort der Dom und die St.Laurenzenkirche -gemeinsames Beten und Singen. Die Liturgie von Taizé an der Nacht der Lichter ist geprägt von wunderschönen Liedern und vom Leuchten tausender Kerzen in den beiden Kirchen. Dass so viele, vor allem jugendliche Mitfeiernde in der Mitte des Gebets fünf Minuten gemeinsamer Stille erleben durften, ist ein sehr spezielles, in heutiger Zeit aussergewöhnliches wie wohltuendes Erlebnis. Gegen Schluss der Liturgie trafen sich Bischof Markus Büchel und Kirchenratspräsident Martin Schmidt – er kam aus der Stadtkirche in die Kathedrale. Gemeinsam beteten sie mit den tausenden Feiernden am Taizé-Kreuz. Die Nacht der Lichter berührt Seele und Sinne, so sagt beispielsweise Simona, die zum ersten Mal dabei war: « Es war sehr eindrücklich, als zum Lied «Dans nos obscurités, allume le Feu qui ne s’éteint jamais“ (Im Dunkel unsrer Nacht, entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt, das nie mehr erlischt…) die Kerzen angezündet wurden und in der dunklen Kathedrale tausende Lichter erstrahlten».

Nach der Gebetsstunde gab es Gelegenheit, Bischof Markus Büchel, Kirchenratspräsident Martin Schmidt und Frère John Noel aus Taizé in der Bischofswohnung zu begegnen und sich im Klosterhof und im Dekanatsflügel zu verpflegen. Die Nacht der Lichter wurde für viele wieder zum «spirituellen Highlight im Advent».

«Ich war zugegeben eher skeptisch», sagte ein Konfirmand, der zum ersten Mal dabei war. «Aber echt, das war zum Abheben…»