Die Nacht der Lichter

Die Nacht der Lichter ist ein Event bei dem Teilnehmer von jung bis alt, den Adventszauber auf eine ganz neue Weise zu spüren bekommen.

Gegen Abend waren grosse Gruppen von jungen Menschen mit Fackeln auf einem Sternmarsch unterwegs in den Stiftsbezirk. Langsam füllte sich der Klosterplatz – und von dort der Dom und die St.Laurenzenkirche -gemeinsames Beten und Singen. Die Liturgie von Taizé an der Nacht der Lichter ist geprägt von wunderschönen Liedern und vom Leuchten tausender Kerzen in den beiden Kirchen. Dass so viele, vor allem jugendliche Mitfeiernde in der Mitte des Gebets fünf Minuten gemeinsamer Stille erleben durften, ist ein sehr spezielles, in heutiger Zeit aussergewöhnliches wie wohltuendes Erlebnis. Gegen Schluss der Liturgie trafen sich Bischof Markus Büchel und Kirchenratspräsident Martin Schmidt – er kam aus der Stadtkirche in die Kathedrale. Gemeinsam beteten sie mit den tausenden Feiernden am Taizé-Kreuz. Die Nacht der Lichter berührt Seele und Sinne, so sagt beispielsweise Simona, die zum ersten Mal dabei war: « Es war sehr eindrücklich, als zum Lied «Dans nos obscurités, allume le Feu qui ne s’éteint jamais“ (Im Dunkel unsrer Nacht, entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt, das nie mehr erlischt…) die Kerzen angezündet wurden und in der dunklen Kathedrale tausende Lichter erstrahlten».

Nach der Gebetsstunde gab es Gelegenheit, Bischof Markus Büchel, Kirchenratspräsident Martin Schmidt und Frère John Noel aus Taizé in der Bischofswohnung zu begegnen und sich im Klosterhof und im Dekanatsflügel zu verpflegen. Die Nacht der Lichter wurde für viele wieder zum «spirituellen Highlight im Advent».

«Ich war zugegeben eher skeptisch», sagte ein Konfirmand, der zum ersten Mal dabei war. «Aber echt, das war zum Abheben…»