"Zünde an das Feuer, das nie mehr erlischt"
3000 Besucherinnen und Besucher an der 7. "Nacht der Lichter" im St.Galler Dom und der reformierten Stadtkirche St.Laurenzen

"Nichts führt in innigere Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott als ein ruhiges gemeinsames Gebet".
Mit diesen Worten von Frère Roger, dem Gründer der Gemeinschaft von Taizé, begrüssten am vergangenen Samstag die Organisatoren gleichzeitig im St.Galler Dom und in der reformierten Stadtkirche St.Laurenzen zur siebten "Nacht der Lichter" - dem gemeinsamen ökumenischen Gebet mit Gesängen aus Taizé. Dann gab es nicht mehr viel zu sagen.

Die rund 3000 Besucherinnen und Besucher suchten Einkehr im Gesang und in der Stille. "Allume le feu qui ne s'éteint jamais" sangen Chor und Gemeinde. "Zünde an das Feuer, das nie mehr erlischt". Von Besucherin zu Besucher wanderte das Licht, vom Jugendlichen zum Erwachsenen, vom Kind zur Mutter, von der älteren Dame zum Mädchen - so lange bis die Kirchen in ein Lichtermeer eintauchten, ein Meer von Tausenden von Kerzen. "Jubilate Deo. Alleluja" - Stille - "Kyrie eleison" - Fürbitte - Vater Unser - "Laudate Dominum". Nach rund einstündigem Gesang und Gebet traten die Gottesdienst- Besucherinnen und -Besucher mit einem kleinen Licht in der Hand wieder hinaus in die samstagabendliche Geschäftigkeit der Stadt - hinein in den Advent.

Wer noch nicht nach Hause wollte, der konnte sich im Kreuzgang der Kathedrale über die Hintergründe der Gemeinschaft von Taizé sowie die Ursprünge der "Nacht der Lichter" informieren. Die erstmals gezeigte Multimedia-Ausstellung regte die Besuchenden überdies an, an einer Bibel weiterzuschreiben oder lud ein, Wünsche an einem Christbaum aufzuhängen. Und für Hungrige und Durstige gab es auf dem Klosterplatz oder in der Wohnung des Bischofs Punsch, Tee, etwas Süsses - und manch Gespräch bis tief in die Nacht.

kid/Ack